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Urheber: wollyvonwolleroy (CC0 1.0) Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.


Die HBS RLP bietet, in Kooperation mit ihren Mitgliedsinitiativen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen und mit verschiedenen Ausrichtungen an. Im Folgenden finden Sie einen Terminkalender mit Hinweisen zu den einzelnen Veranstaltungen. Aufgrund der aktuellen Corona Situation sind die meisten Veranstaltungen Online. Einige Aufzeichnungen von Veranstaltungen finden Sie auf unserem Youtube Kanal.

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Dokumentarfilm `Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit' und anschl. Filmgespräch

Termin 01.07.2021 (Do)
Uhrzeit Beginn 20:30 Uhr
Veranstaltungsort Kreml Kulturhaus, Burgschwalbacher Straße 8, Zollhaus
Veranstalter Kreml Kulturhaus
HBS RLP
Teilnahmegebühr
Beschreibung

FilmSpecial `Rechte von Mensch und Tier: Fleischindustrie` Mit Einführung, Dokumentarfilm `Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit' und anschl. Filmgespräch

 

Das FilmSpecial mit Einführung, dem Dokumentarfilm `Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit' (Deutschland 2019, Regie: Yulia Lokshina, 92 Min) und einem anschließenden Filmgespräch will ein Nachdenken anregen über unseren Fleischkonsum und die Folgen daraus für die Beschäftigten in der Fleischindustrie.

 

Dass im Fleischkonzern und Schlachthof von Clemens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück schreckliche Zustände herrschen, war weit vor der Corona Pandemie bekannt. `Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit` entstand schon Monate früher und nimmt diese konkreten Arbeitsbedingungen zum Anlass, allgemein und grundlegend über das Wirtschaftssystem nachzudenken. Der Film von Yulia Lokshina setzt wunderbare Assoziationsketten frei, indem er einerseits die osteuropäischen Leiharbeiter:innen, deren unsägliche Ausbeutung und ihre empathischen Unterstützer:innen in den Mittelpunkt seiner Beobachtung stellt und andererseits eine Schulklasse aus München begleitet, die das Theaterstück „Die heilige Johanna der Schlachthöfe" von Brecht einübt. Beide Milieus werden durch fortwährende Parallelmontage in Beziehung gesetzt, ergänzen sich und schließen sich keineswegs aus: Hier das hartnäckige Bemühen, die Situation der Arbeiter und Arbeiterinnen zu verbessern und dort der Versuch, Brechts Intentionen auf die Bühne zu bringen. Dabei wagt der Film, individuelles Schicksal und Systemanalyse in Verbindung zu bringen: Der Schlachthof und dessen Arbeitsbedingungen fungieren als Metapher für Prozesse, die sich der Einflussnahme des Einzelnen entziehen, obwohl sie alle Bereiche des Lebens durchdringen. Einiges wird über ein System sichtbar, das auf Wachstum und Profitmaximierung beruht und so jeglicher vorstellbarer Art von Ausbeutung Tür und Tor öffnet, sich immerfort selbst stabilisiert und als alternativlos gilt.

 

In der anschließenden Diskussion/Filmgespräch mit der Filmschaffenden Jutta Feit von JIP-Verleih besteht für die Besucher*innen die Möglichkeit, weitere Hintergrundinformationen zu erhalten, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und gemeinsam über Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland zu diskutieren und eine nachhaltige Einstellung zu entwickeln.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz.

 

DONNERSTAG 1.7., 20.30 Uhr, Außenbühne

Eintritt: 7,50 EUR | Reservierung: unter info(at)kreml-kulturhaus.de oder Online-Reservierung über www.kreml-kulturhaus.de


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Das allgemeine Programm der Heinrich-Böll-Stiftung (Bund) in Berlin finden sie unter www.boell.de.