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Urheber: wollyvonwolleroy (CC0 1.0) Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.


Die HBS RLP bietet, in Kooperation mit ihren Mitgliedsinitiativen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen und mit verschiedenen Ausrichtungen an. Im Folgenden finden Sie einen Terminkalender mit Hinweisen zu den einzelnen Veranstaltungen. Aufgrund der aktuellen Corona Situation sind die meisten Veranstaltungen Online. Einige Aufzeichnungen von Veranstaltungen finden Sie auf unserem Youtube Kanal.

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Film Special ‚Kunst unter politische Zensur': RAVING IRAN Mit Einführung, Dokumentarfilm und anschl. Filmgespräch

Termin 06.08.2022 (Sa)
Uhrzeit Beginn 20:30 Uhr
Veranstaltungsort Kreml Kulturhaus, Burgschwalbacher Straße 8, Zollhaus
Veranstalter HBS RLP
Kreml Kulturhaus
Teilnahmegebühr
Beschreibung

Das FilmSpecial mit Einführung, dem Dokumentarfilm `Raving Iran' (CH/2016, Regie: Susanne Regina Meures, 89 Min) und einem anschließenden Filmgespräch möchte sich dem Thema Kunst unter politischer Zensur sowie deren Auswirkungen auf Kulturen (u.a. politische Verfolgung) widmen. 

Der iranische Staat trägt Elemente theokratischer, totalitärer, autoritärer sowie demokratischer Systeme in sich. Er basiert auf dem islamischen Glaubensgrundsatz, dass der menschliche Wille abhängig vom Willen Gottes sei. Dieser Grundsatz überträgt sich entsprechend auf die entwickelte Staatsphilosophie: das Glück der Völker und der Gesellschaften ist nur durch die Befolgung göttlicher Gesetze erreichbar. Diese Gesetze haben zu Folge, dass viele im Iran lebende Menschen, jene mit dem Wunsch nach Erneuerung und Freiheit, schweigende Minderheiten darstellen. Westliche Kultur ist im Iran u.a. verboten, die Kunst- und Musikszene unterliegt einer strengen Zensur. 

Die Zahl der aus dem Iran eingewanderten Menschen nach Deutschland beträgt laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes 187.000, weitere 123.400 Iraner ohne deutsche Staatsangehörigkeit (Stand 31.12.2020). 

Der Dokumentarfilm ‚Raving Iran' porträtiert zwei junge, in Teheran lebende, Iraner und Underground-Techno-DJs, die inmitten dieses totalitären Systems aktiv für ihren Traum der Musik kämpfen. Ohne Zukunftsaussichten und dem ewigen Versteckspiel müde, planen Arash und Anoosh unter gefährlichen Umständen einen letzten manischen Rave in der Wüste. Zurück in Teheran, versuchen sie ihr illegales Musikalbum ohne Bewilligung unter die Leute zu bringen. Als Anoosh auf einer Party verhaftet wird, erlischt auch der letzte Funke Hoffnung...

Mithilfe der Dokumentation soll der Blick aus unserer westlichen Zivilisation auf Entwicklungsländer wie der Iran sensibilisiert werden. Aus voreingenommener westlicher Sicht werden oft nur ultimative Gründe, wie Krieg, für eine Flucht aus einem Land herangezogen. Dass aber bereits in den kleinsten Aspekten des alltäglichen Lebens für uns Selbstverständliches zensiert und kontrolliert wird, ist ein Einschnitt in die Lebensqualität vieler dort lebender Menschen, die wir uns nur selten vor Augen führen. 

In der anschließenden Diskussion/Filmgespräch mit Fachexperten*innen besteht für die Besucher*innen die Möglichkeit einer offenen Diskussion über die Themen Kunst und Zensur, sowie politische Verfolgung. Ziel ist es darüber hinaus sich mit dieser Veranstaltung für interkulturelle Vielfalt und Zusammenhalt auszusprechen, zu vernetzen und Integration zu stärken.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz.

SAMSTAG           6.8., 20.30 Uhr, Außenbühne | Filmstart ca 21.15 Uhr

Eintritt:                7,50 EUR / 4,50 EUR ermäßigt

Reservierung:    unter Fon 06430-929724, Kreml oder 

                www.kreml-kulturhaus.de über Online-Tickets 


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Das allgemeine Programm der Heinrich-Böll-Stiftung (Bund) in Berlin finden sie unter www.boell.de.