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Urheber: wollyvonwolleroy (CC0 1.0) Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.


Die HBS RLP bietet, in Kooperation mit ihren Mitgliedsinitiativen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen und mit verschiedenen Ausrichtungen an. Im Folgenden finden Sie einen Terminkalender mit  Hinweisen zu den einzelnen Veranstaltungen.

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Film: ‚Der schwarze Nazi’. + Filmgespräch mit dem Regisseur

Termin 17.11.2017 (Fr)
Uhrzeit Beginn 19:00
Veranstaltungsort Kreml Kulturhaus, Burgschwalbacher Straße 8, Zollhaus
Veranstalter Kreml Kulturhaus
HBS RLP
Teilnahmegebühr
Beschreibung

FilmSpecial: Rechtspopulismus und Rassismus in der Groteske -  ‚Der schwarze Nazi’. Zu Gast im Filmgespräch: Der Regisseur Karl-Friedrich König

In der Filmgroteske ‚Der schwarze Nazi’ (Deutschland 2016, Regie: Tilman König/ Karl-Friedrich König, 90 Min, FSK: ab 12 J.) versucht der Kongolese Sikumoya Mumandi, der sich auf seine Einbürgerung vorbereitet, der deutschen Kultur immer näher zu kommen. Vor Jahren kam er als politischer Flüchtling nach Deutschland und muss nun die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen, ansonsten droht die Ausweisung. Sikumoya ist Liebhaber der Werke von Goethe und Schiller und schätzt Deutschland als Hort der Kultur. Im Einbürgerungskurs, in der Familie seiner deutschen Freundin und im Alltag wird er mit Vorurteilen und Rassismus konfrontiert. Sikumoya, dem Bildungsbürger, wirft man immer wieder fehlende Anpassung an “die deutsche Kultur” vor. Er reagiert darauf, indem er sich noch stärker an vorgeblich typisch deutscher Kultur orientiert: eine Deutschlandfahne an der Wand, Thüringer Rostbratwurst zum Mittag und hartes Sprachtraining um seinen Akzent abzustreifen. Doch dann wird der Asylbewerber von Neonazis aus der Nachbarschaft ins Koma geprügelt. Als er aufwacht, fühlt er sich als deutschester aller Deutschen, als ganz und gar perfekter Deutscher und will sich bei den „Nationalen Patrioten Ost“ engagieren. Die sehen in Mumandi die Möglichkeit, sich ein besseres Image zu verschaffen und ernennen ihn zum Integrationsbeauftragten – ein Fehler, wie sich schnell herausstellt, denn Mumandi überholt die Neonazis einfach von rechts und klärt nun seinerseits die Neonazis auf, was an ihrem Verhalten alles „undeutsch“ ist. Er beginnt ihnen Teile ihrer absurden Ideologie streitig zu machen.

Mit den Stilmitteln der Groteske – in vorliegendem Fall einer Mischung aus Umkehrung, Satire und Dokumentation – wirft der Film die Frage auf, was das “Deutsch sein” eigentlich ausmacht. Der Gedanke, dass “die deutsche Kultur” von “der ausländischen Kultur” bedroht ist, wird mit künstlerisch filmischen Mitteln dekonstruiert. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz.

FREITAG 17.11, 19.00 Uhr, Kinosaal

Eintritt: 6,50 EUR

Reservierung: bis DO 16.11 unter Fon 06430-929724 oder per Mail:

reservierung(at)kreml-kulturhaus.de


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Das allgemeine Programm der Heinrich-Böll-Stiftung (Bund) in Berlin finden sie unter www.boell.de.