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Die HBS RLP bietet, in Kooperation mit ihren Mitgliedsinitiativen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen und mit verschiedenen Ausrichtungen an. Im Folgenden finden Sie einen Terminkalender mit  Hinweisen zu den einzelnen Veranstaltungen.

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Feministische Perspektiven auf die Abtreibungsdebatte

Termin 29.06.2017 (Do)
Uhrzeit Beginn 19:00
Veranstaltungsort Frauenzentrum Mainz e.V., Kaiserstraße 59-61, Mainz
Veranstalter Frauenzentrum Mainz e.V.
HBS RLP
Teilnahmegebühr
Beschreibung

Schwangerschaftsabbrüche sind ein Diskussionsfeld, in dem feministische auf antifeministische und rechtsklerikale Positionen stoßen. Ein Blick auf deutsches Recht zeigt, dass Abtreibungen seit 1974 bis zur 12. Schwangerschaftswoche zwar rechtswidrig, aber in der Regel straffrei sind, wenn sich eine Frau in einer anerkannten Schwangerschaftskonfliktbe<wbr />ratungsstelle beraten lässt. Dies betraf 2016 96 % der Abbrüche - nur 4 % der Abbrüche gehen auf medizinische oder kriminologische Indikation zurück. Besonders deutlich zeigen fundamentale Abtreibungsgegner_innen ihren Unmut darüber, dass straffreie Abtreibungen in Deutschland möglich sind, indem sie jedes Jahr für ein Abtreibungsverbot in deutschen Städten protestieren.

Debatten um das Recht auf Abtreibung begannen in Deutschland mit der Einführung des § 218 im Jahr 1871. Vor allem Frauen stritten und streiten seitdem für ihr Recht auf eine selbstbestimmte Entscheidung für oder gegen das Austragen einer Schwangerschaft.
Katja Krolzik-Matthei (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg) blickt in ihrem Vortrag aus feministischer Perspektive auf die Geschichte und Gegenwart der Abtreibungsdebatte in Deutschland. Denn auch 2017 wird das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper im Kontext des § 218 immer noch und immer wieder in Frage gestellt.


Referentin: Katja Krolz-Matthei (M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg)


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