Arbeit der Zukunft - Thesen der Stiftung
Die Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz hat für 2007 das Thema „Arbeit der Zukunft“ zu ihrem Schwerpunkt erklärt. In einigen zentralen Thesen geben wir hier einen Diskussionsbeitrag dazu, der in die Zukunft zielt. In Veranstaltungen unterschiedlichen Formats sollen diese Thesen überprüft und ergänzt werden.
Anbei ist ein neuer Text eingestellt:
"Hier wird Politik gezockt - Der Einfluss von Lobbyisten auf die Arbeitswelt" (21.11.07), in dem die Rollen von Bertelmann-Stiftung und "Initaitive Neue Soziale Marktwirtschaft thematisiert werden. zur Kurzfassung - zur Langfassung jeweils anklicken
In der vielfältigen Debatte um Arbeit und Arbeitslosigkeit ist es wichtig, zentrale Ziele voran zu setzen. Ein Ansatz dazu ist für uns die Erklärung der Menschenrechte:
„Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit“ (Art. 23). Davor steht in Artikel 22 das Recht auf soziale Sicherheit und der Anspruch, „durch innerstaatliche Maßnahmen in den Genuss der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind“.
Hier wird der Zusammenhang von Arbeit, Einkommensverteilung, Sozialsystem und demokratischer Teilhabe klar. Bei einem internationalen Vergleich ergibt sich der Eindruck, dass es keinen Königsweg gibt, der dauerhaft eine hohe Einbindung der Bevölkerung in die Arbeitswelt, ein funktionierendes Sozialsystem, hohe demokratische und soziale Teilhabe und gesamtwirtschaftlichen Erfolg schaffen kann. Auch sind einzelne Elemente meist nicht einfach in andere Sozialsysteme zu übertragen. Die demographische Entwicklung, die Globalisierung und Produktivitätssteigerungen einerseits, sowie Armut und Ausschluss andererseits machen es notwendig, über Alternativen und Schritte dorthin nachzudenken.
Zwei Lösungswege erscheinen uns besonders betrachtenswert:
- Der (unterschiedlich ausgestaltete) Weg skandinavischer Länder mit relativ hohem Staatsanteil, mehr steuerbasierten Sozialsystemen und relativ hohen Steuern und dem Ziel damit Gleichheit von Lebensbedingungen und Teilhabechancen zu fördern, u.a. durch ein effektives Bildungssystem
- Grundeinkommen – Finanzierung der Arbeit ohne direkte Entlohnung. Öffnung für unterschiedliche Arbeitszeitgestaltung.
Der Bedeutungsverlust von Interessenvertretungen der Beschäftigten in Betrieben und Sozialsystemen, der Rückgang der Reallöhne, der Abbau von Schutzrechten und die Problematik fortgesetzter Chancenungleichheit durch ein selektives Bildungssystem sind auch ein Demokratieproblem. Die Losung „Arbeit um jeden Preis“ ist kurzsichtig, weil sie durch Beeinträchtigungen von Ökonomie, Lebensqualität, Ökologie, Demokratie und Globaler Gerechtigkeit kontraproduktiv wirken kann.
Veranstaltungen der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz in diesem Themenbereich:
Inzwischen gibt es viele Modelle eines gesellschaftlichen Grundeinkommens; die KollegInnen des Berliner Bildungswerkes, Kottbusser Damm72, 10967 Berlin, Tel: 030 / 6126074;
info(at)bildungswerk-boell.de, haben dazu eine informative Broschüre erstellt, die dort für geringes Entgelt zu erhalten ist.
Brandneu ist hier eingestellt das Modell eines modularen Grundeinkommens, erstellt von mehrern Mitgliedern aus Landesvorständen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, auch aus Rheinland-Pfalz vom 31.5.07.
- Für weiter gehende Informationen und Diskussionen wollen wir insbesondere auf den Bereich „ARBEIT, SOZIALES UND WIRTSCHAFT"der Bundesstiftung hinweisen Eingang hier
- auf ein grundlegend informierendes Papier von Germanwatch zur Zukunft der Arbeit
- Von bereits durchgeführten Veranstaltungen gibt es Sachberichte:
- Arbeit fair teilen 16.05.06
- Arbeiten bis 67 24.06.06
- Arbeit der Zukunft 18.11.06
- Quo vadis Grundeinkommen? 16. - 18.3.07
- Frauen sehen die Welt anders - Ökonomie der Bezogenheit 28.4.07
- Arbeit ist das halbe Leben, Vortrag von Thomas Gesterkamp 17. Juni – Koblenz
Ausgangslage
Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit: Ein großer Teil von Hausarbeit, Beziehungsarbeit und Pflege wird meist unbezahlt geleistet. In den letzen Jahrzehnten wurden in Deutschland immer mehr Bereiche daraus in den Wirtschaftskreislauf einbezogen. Dennoch bleibt ein riesiger Bereich an unentgeltlich geleisteter Arbeit.
Arbeit kann sehr unterschiedlich ausgestaltet sein. Oft ist Arbeit, die wenig Ansehen genießt und mit wenig Möglichkeiten individueller Verwirklichung verbunden ist, sehr schlecht entlohnt, Arbeit, die mit einem hohen Maß an individueller Identifikation verbunden ist, relativ gut entlohnt. Ein Blick auf die Geschlechter zeigt, dass Frauen für vergleichbare Arbeiten in fast allen Bereichen schlechter bezahlt werden als Männer. Im reproduktiven und zivilgesellschaftlichen Bereich leisten Frauen durchschnittlich mehr Arbeit und dies oft an Stellen mit geringerem Sozialprestige. Nach einem UNDP-Bericht von 1995 werden in Industrieländern 2/3 der Gesamtarbeitszeit von Frauen nicht registriert, bei Männern 1/3.
Erwerbsarbeit stellt für viele Menschen nach wie vor die zentrale, wenn nicht einzige Möglichkeit dar, ihren Lebensunterhalt zu sichern und gesellschaftliche Anerkennung zu finden. Entsprechend hoch ist der Stellenwert, den die Arbeit im Leben der meisten Menschen einnimmt. Dahinter stehende Ideale in Deutschland sind individuell der sichere Vollerwerbs-Arbeitsplatz, gesamtgesellschaftlich das Ideal der Vollbeschäftigung, wie sie insbesondere in den 60er Jahren herrschte.
Vollbeschäftigung ist jedoch in der Industriegesellschaft historisch und weltweit eher die Ausnahme. Die Erwerbsarbeitsgesellschaft wandelt sich durch eine stärkere Internationalisierung der Wirtschaft, durch die demographische Entwicklung, weitere Produktivitätssteigerungen und durch neue Unternehmenskonzepte.
Für viele Menschen wird es immer schwieriger, einen ausreichend entlohnten Vollzeit-Arbeitsplatz zu erhalten. Gleichzeitig bestimmt dieses Ideal mehr als vor 20 Jahren die normativen Vorstellungen der Menschen. Modelle kürzerer Wochen- oder Lebensarbeitszeit für alle konnten sich nur in Randbereichen durchsetzen.
Drohende Arbeitslosigkeit bringt in vielen Feldern einen enormen Druck auf die Beschäftigten mit sich. Die gesundheitlichen Folgen sind für die Individuen und das allgemeine Gesundheitssystem immens. Für Viele ist es unmöglich, Arbeit mit Familie oder gesellschaftlichem Engagement zu verbinden.
Die letzten 30 Jahre in der Bundesrepublik Deutschland waren stark gekennzeichnet durch:
- Eine enorme Produktivitätssteigerung durch Informationstechnologien und hohen Kapitaleinsatz
- Gestiegene Produktivität der Arbeitenden, auch durch Verdichtung der Arbeit
- Einen sich beschleunigenden Abbau von Schutzrechten der Beschäftigten
- Bedeutungsverlust von Interessenvertretungen wie Gewerkschaften oder Selbstverwaltungsorgane der Sozialkassen und dadurch demokratische Schieflagen.
- Einen wachsenden Anteil von Steuern aus Erwerbsarbeitseinkommen und einen relativ sinkenden Anteil an Steuereinnahmen aus Kapitalanlagen.
- Eine Verringerung des Anteils der Arbeitnehmerentgelte am Gesamteinkommen, von 71% auf 67% seit 1991. Die Einkommen aus Vermögen und Unternehmenstätigkeiten haben sich entsprechend erhöht.[i]
- Für viele notwendige Arbeiten insbesondere im sozialen Bereich (Gesundheitssystem, Bildung) stehen nicht ausreichend Mittel bereit, sie werden unentgeltlich oder nicht erledigt.
Heute ist ein starkes Auseinanderklaffen der Teilhabechancen zu beobachten. Der Ausschluss aus der Arbeitswelt trifft besonders die wenig Qualifizierten und formal Ausgeschlossene wie z.B. AusländerInnen, die von Nachrangregelungen oder anderen Diskriminierungen betroffen sind. Diese Gruppen werden auch im Bildungssystem benachteiligt, was zu einem negativen Kreislauf führt. Weitere Demotivation ist die Folge. Dies ist nicht nur ein soziales Problem, sondern auch ein politisches, da diese Gruppen wenig Lobby haben und sich aufgrund ihrer Erfahrungen oft vom System abwenden.
Ziele
In der vielfältigen Debatte ist es wichtig, Ziele zu definieren.
Dabei gehen wir wie schon anfangs konstatier individuell von den Menschenrechten (Artikel 23) aus, aber auch darüber hinaus: Eine gerechte Verteilung von Arbeit und Einkommen muss die nicht bezahlten Arten von Arbeit mit berücksichtigen und ungleiche Entlohnung gleicher Tätigkeiten (z.B. aufgrund Geschlecht oder Körpergröße) vermeiden.
Weitere generelle Stichworte skizzieren generelle Rahmenbedingungen und Zielkorridore:
Ökonomie – Bei diesen Erwägungen ist es natürlich unerlässlich, auf den Erhalt der wirtschaftlichen Grundlagen zu achten, die eine Verteilung überhaupt möglich machen. Nach traditioneller Wachstumsformel garantiert der Einsatz des gesellschaftlichen Einkommens als Konsum oder Investition die Nachfrage nach Arbeit. Dazu ist eine breite Verteilung der Einkommen anzustreben.
Ökologie – Arbeitsplätze, die geringe Umweltbelastungen verursachen, sind nachhaltiger als andere, da durch die reale Entwicklung (Klimaveränderung) und entsprechende Abkommen in umweltschädlichen Bereichen künftig wesentlich höhere Kosten entstehen können. Der wachsende Anteil schnelllebiger Produkte belastet die Umwelt. Billige Produktion in anderen Ländern hängt auch oft mit Umweltbelastungen zusammen, die nicht kostenmäßig erfasst werden. Eine weltweite Ausbreitung „westlichen“ Lebensstandards scheint ökologisch unmöglich, schon heute sind die Folgen (Klimaerwärmung) nicht mehr kalkulierbar.
Lebensqualität – Der Sinn des Lebens kann und sollte sich nicht in Arbeit und Konsum erschöpfen. Ein solidarisches gesellschaftliches Miteinander gehört mindestens ebenso zur Lebensqualität wie materielle Versorgung wenn sie auf dem hohen Standart der westlichen Länder ist. Dies zeigen u.a. verschiedene Erhebungen zur allgemeinen Lebenszufriedenheit.[ii] Wo möglich sollten Arbeitsplätze Freiräume für selbstbestimmtes Tun beinhalten. Aufteilung der Arbeitsmärkte und Abwertung einfacher Jobs, die wenig Arbeitszufriedenheit mit sich bringen, sind nicht zu rechtfertigen.
Chancengleichheit – Jugendliche ohne Schulabschluss und ohne Ausbildung, sowie Langzeitarbeitslose haben oft gar die Wahlfreiheit überhaupt und gar in einem Wunschberuf zu arbeiten. Das Bildungssystem muss neu ausgerichtet werden um hohe Zahlen von BildungsabbrecherInnen schon vor einem ersten Abschluss zu vermeiden.
Demokratie – Sozialstaat und Demokratie sind strukturell miteinander verzahnt. Erst eine durch Umverteilung erzielte Verringerung der materiellen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsschichten erfüllt das Versprechen einer demokratischen Ordnung, die ohne ein gewisses Maß an Gleichheit nur ein die wahren Macht- und Verteilungsverhältnisse verschleiernder formaler Apparat bliebe.[iii]
Globale Gerechtigkeit – Aus moralischen und sachlichen Erwägungen sollten wachsende Ungleichheiten von nationalen Ökonomien vermieden werden. Ansonsten werden menschliches Elend, Seuchengefahren, große Wanderungsbewegungen und kriegerische Konflikte gefördert. Zur Zeit führt die Globalisierung zu ökonomischen Aufwärtstrends u.a. in China und Indien (mit hohen ökologischen und sozialen Belastungen), aber auch zum völligen Abhängen vieler afrikanischer Länder.
Bei aller Freude an der Rolle Deutschlands als Exportweltmeister bedeutet unser Exportüberschuss die Staatsverschuldung anderer Länder. Global sind Abkommen zum Umwelt- und Arbeitsschutz; zu sozialen Mindeststandards und zur weltweite Geltung der Menschenrechte anzustreben. Damit würde einem weiteren auseinander klaffen der Entwicklung entgegen gewirkt. Die effektivste Antwort auf die Globalisierung des Kapitals ist die Globalisierung der Demokratie.
Strategien
Für die langfristige Entwicklung sind Visionen der gerechten Verteilung notwendiger, sinnvoller und wertschöpfender Tätigkeit wichtig. Dazu gibt es eine Reihe sinnvoller Überlegungen z.B. von Frigga Haug und Ingrid Kurz-Scherf.
Angesichts drängender Probleme und notwendiger Aktion im bestehenden System muss aber auch über konkrete Verbesserungen des heutigen Systems nachgedacht werden.
Bei einem internationalen Vergleich ergibt sich der Eindruck, dass es keinen Königsweg gibt, der eine hohe Einbindung der Bevölkerung in die Arbeitswelt, ein funktionierendes Sozialsystem, hohe demokratische und soziale Teilhabe und gesamtwirtschaftlichen Erfolg schafft. Angesichts der genannten Ziele scheinen zwei Wege realistisch, der „skandinavische Weg“ und ein diskutiertes Grundeinkommen.
- Oft wird heute das Beispiel der skandinavischen Länder angeführt, wenn die Kombination aus hoher geschlechtergerechter Beschäftigungsquote, internationaler Konkurrenzfähigkeit, und der Umsetzung von Chancengleichheit gesucht wird. Dies scheint in skandinavischen Ländern insbesondere durch hohe Investitionen ins Kinderbetreuungs- und Bildungswesen, eine hohe Einbindung von Frauen in den Wirtschaftsprozess, vergleichsweise hohe Steuern, eher steuerbasierte Sozialsysteme eine hohe Beschäftigungsquote öffentlicher Institutionen z.B. im Gesundheitswesen erreicht.
- Verschiedene Vorschläge zu einem Grundeinkommen scheinen ein weiterer gesellschaftlich durchsetzbarer Ansatz zu sein. Ein Grundeinkommen mit individuellem Anspruch könnte als Entgelt für viele unbezahlt ehrenamtliche Tätigkeiten und Beziehungsarbeit gesehen werden. Dieses System würde für viele Menschen unterschiedliche Arbeitszeitgestaltung leichter möglich machen.
Es gibt insbesondere zum bedingungslosen Grundeinkommen noch viele offene Fragen: So könnte der ernorme bürokratische Aufwand bei der Verteilung von Mitteln im System wie BaFÖG, HartzIV etc. abgebaut werden. Wie ist Lohndumping zu vermeiden?
GegnerInnen befürchten, dass viele Menschen so einfach ruhig gestellt würden, aber aufgrund fehlender Bildung und fehlender Eingebundenheit überhaupt nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten. Andere nehmen an, dass Viele nicht mehr arbeitswillig wären, dadurch ungerechte Schieflagen entstünden und sich das Klima negativ auf die Volkswirtschaft auswirkte.
Insbesondere der oft angeschnittenen Frage nach der reellen Wahlfreiheit von Menschen wollen wir noch weiter nachgehen. Auf einige weitere Rahmenbedingungen und Einzelmaßnahmen soll eingegangen werden:
- Die heutige Diskussion um Verlängerung von Arbeitszeiten scheint vor dem geschilderten Hintergrund ein Irrweg. Wichtiger erscheint es uns, gesamtgesellschaftlich über die Verteilung von Arbeit und Einkommen zu diskutieren.
- Auch die oft diskutierte Privatisierung öffentlicher Einrichtungen hatte bislang in wohl nur wenigen Fällen positive Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche System.
- Der Markt an sich, das ungeregelte Aufeinandertreffen der beteiligten Akteure (Angebot und Nachfrage) erscheinen nicht als allein geeignetes Instrument zur Lösung der Probleme. Heute sieht es doch mehr danach aus, als ob wichtige Wirtschaftsbereiche wie der Lebensmittelhandel oder die Elektronikindustrie trotz ständigen Wachstums immer mehr in die Hand weniger großer Unternehmen zu geraten.
- Höhere Produktivität durch Kapitaleinsatz (Maschinen) müsste deutlicher besteuert werden, da im Vergleich zur Arbeit dieser Bereich immer wichtiger wird und mehr Gewinne abschöpft.
Oft werden Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerungen und ähnliche Maßnahmen mit dem Erhalt internationaler Konkurrenzfähigkeit begründet. Wenn es überhaupt einen Wert gibt, der für die internationale Konkurrenzfähigkeit von genereller Bedeutung ist, so ist es die Produktivität pro Arbeitsplatz (z.B. in Lohnstückkosten). Der hohe Stand der Produktivität in Deutschland steht in direktem Zusammenhang mit der erfolgreichen Exportwirtschaft. Förderung der Produktivität verlangt jedoch auch Verbesserungen im Bildungssystem.
Jede Lösung sollte insbesondere für ein großes Mitgliedsland wie Deutschland aus rechtlichen und Effektivitätsgründen (Einheitlichkeit der Standards) durch Regelungen auf EU-Ebene unterstützt werden.
In der Bundesrepublik liegen große Beschäftigungsfelder der Zukunft brach. Das gilt für den Bereich der kommunalen und personalen Dienstleistungen, der Gesundheit, der Pflege, der Bildung, Kommunikation und Kultur, aber auch für den Bereich von Wissenschaft und Forschung. Das Potential umweltfreundlicher Technologien und Produkte, die bereits heute mit großer Dynamik wachsen, steht erst am Anfang. Für diese Beschäftigungsfelder der Zukunft müssen heute die Weichen gestellt werden.
[i] Statistisches Bundesamt (Hrsg), Datenreport 2006, Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik ..., Bonn 2006
[iii] Nach: Manfred Prisching, Solidarität: der vielschichtige Kitt gesellschaftlichen Zusammenlebens, in: Stephan Lessenich (Hrsg), Wohlfahrtsstaatliche Grundbegriffe. Historische und aktuelle Diskurse, Frankfurt am Main/New York 2003