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Bio-Piraterie - Wie wird aus Jasminreis ein amerikanisches Patent? -

Thailändische Bauern suchen UnterstützerInnen in Mainz.

am 23. Oktober, um 19.30 im Interkulturellen Zentrum


Der Nordosten Thailands gehört zu den ärmsten Regionen des Landes. Hier leben 5 Millionen kleinbäuerliche Haushalte unterhalb der Armutsgrenze. Ihre Haupteinnahme-quelle ist der Anbau von Jasmin-Reis, einer qualitativ hochwertigen Duftreissorte, die auf dem Weltmarkt höchste Preise erzielt. Doch die KleinbäuerInnen sind die letzten, die hiervon finanziell profitieren. Ein dichtes Netz von ZwischenhändlerInnen führt dazu, dass ein Großteil der Gewinne aus dem Jasminreis-Export in vielen Taschen verschwindet - nur nicht in denen der anbauenden KleinbäuerInnen!
Aber Jasmin-Reis ist in Thailand weit mehr als ein Agrar- und Handelsprodukt: Reis ist in Asien ein identitätsstiftendes Kulturelement, wie folgendes Statement asiatischer sozialer Bewegungen eindrucksvoll belegt: "Reis bedeutet Leben für uns in Asien. Reis ist der Eckpfeiler unseres Nahrungssystems, unserer Sprachen, unserer Kulturen und unseres Lebensunterhalts seit Tausenden von Jahren."
Die Forderungen der thailändischen KleinbäuerInnen sind eindeutig:
· Stopp des US-Forschungsprojekts und die Garantie, dass es keinen Wettbewerb mit
   den thailändischen KleinbäuerInnen gibt, und
· Keine Patente auf Jasmin-Keimplasma.

Weitere Dokumente, auch zum Downloaden:
- Veranstaltungsbericht: (Beri-Bio-Piraten.doc
- Zu den Bedingungen der Reisbauern in Thailand, von Karsten Wolff, Pesticide Action
   Network Asia and the Pacific (PAN AP) in Zusammenarbeit mit BUKO Agrar Koordination,
   Hamburg (Rundreise von Thong Law.doc)
- Text in Thai (jasmin ricebrief)
- Informationen zur Rundreise (entwicklungspolitische Ziele BUKO.doc)